Original-Research: UmweltBank AG (von GBC AG): Kaufen
| Original-Research: UmweltBank AG – von GBC AG
04.08.2026 / 09:30 CET/CEST Einstufung von GBC AG zu UmweltBank AG
Kreditneugeschäft steigt stark an; Fokus bei Kundeneinlagen weg von Wachstum hin zu Ergebnisqualität In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hat die UmweltBank AG mit 27,27 Mio. € (VJ: 28,82 Mio. €) eine weitgehend stabile Entwicklung des Zinsergebnisses erreicht. Im Privatkundengeschäft, das einen wesentlichen Beitrag zum Zinsergebnis leistet, verzeichnete das Kreditinstitut in den ersten sechs Monaten 2026 eine Steigerung der Kundenanzahl auf 195.157 (Stand: 31.12.2025: 184.210). Einerseits profitierte die Bank von ihrer laufenden Tagesgeldaktion (3 % Zinsen p. a. für die ersten drei Monate), andererseits hat ihr Girokonto, das Mitte 2025 eingeführt wurde, an Fahrt gewonnen. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Kunden um rund 11.000. Parallel dazu hat sich die Anzahl der Girokonten im zweiten Quartal 2026 auf 7.400 mehr als verdoppelt (Q1 26: 3.500). Dem starken Anstieg der Kundenzahl steht jedoch ein Rückgang der Kundeneinlagen auf 4.209 Mio. € (31.12.25: 4.544 Mio. €) gegenüber. Dies ist im Wesentlichen auf das Auslaufen der dreimonatigen Sonderverzinsung für die im vierten Quartal 2025 gewonnenen Neukunden zurückzuführen. Dem steht jedoch ein wieder erstarktes Firmenkundengeschäft gegenüber. Nach der Reduzierung der Kapitalanforderungen verbesserte sich das Brutto-Neukreditgeschäft im zweiten Quartal auf 147 Mio. € (VJ: 11 Mio. €), sodass im ersten Halbjahr 2026 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 183 Mio. € (VJ: 40 Mio. €) erreicht wurde. Dieses Niveau liegt bereits nach sechs Monaten spürbar über dem Wert des vergangenen Geschäftsjahres (2025: 120 Mio. €). Das leicht rückläufige Zinsergebnis wurde von einem deutlich rückläufigen Finanzergebnis in Höhe von 1,92 Mio. € (VJ: 13,87 Mio. €) begleitet. In den vergangenen Jahren wurde das Finanzergebnis jedoch durch außerordentliche Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften positiv beeinflusst. Diese stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Beteiligungsgeschäfts, das erwartungsgemäß vollständig abgebaut werden soll. Das Provisions- und Handelsergebnis war ebenfalls leicht rückläufig. Den rückläufigen Gesamterträgen in Höhe von 33,38 Mio. € (VJ: 42,36 Mio. €), die insbesondere auf das niedrigere Finanzergebnis zurückzuführen sind, stehen spürbare Einsparungen bei den operativen Kosten in Höhe von 31,20 Mio. € (35,66 Mio. €) gegenüber. Das Vorsteuerergebnis lag mit 2,18 Mio. € (VJ: 6,69 Mio. €) zwar unter dem Vorjahreswert, hat angesichts der fehlenden Sondereffekte des Vorjahres aber eine höhere Ergebnisqualität. Angesichts der etwas unter den Erwartungen liegenden Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr und insbesondere aufgrund der niedrigeren Kundenbindung nach Ablauf der dreimonatigen Sonderverzinsung geht die Gesellschaft davon aus, die untere Prognosebandbreite zu erreichen. Dabei werden unverändert ein Zinsergebnis in Höhe von 60–65 Mio. €, ein Finanzergebnis in Höhe von 4–8 Mio. € sowie ein Provisionsergebnis in Höhe von 10–15 Mio. € in Aussicht gestellt. Auch das vom Management prognostizierte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 12,5 bis 17,5 Mio. € behält seine Gültigkeit, jedoch wird nun das untere Ende der Bandbreite in Aussicht gestellt. Analog zur Unternehmens-Guidance unterstellen wir für das laufende Geschäftsjahr 2026 das Erreichen der unteren Prognosebandreite des Zinsergebnisses. Bei einem erwarteten Kundeneinlagenvolumen von rund 4,4 Mrd. € (alte Prognose: 5,4 Mrd. €) prognostizieren wir ein Zinsergebnis von 60,41 Mio. € (alte Prognose: 63,85 Mio. €). Die Schätzungen für die Folgejahre sowie die Prognosen des Finanz- und Provisionsergebnisses bleiben hingegen unverändert. Für das laufende Geschäftsjahr passen wir auch das Ergebnis vor Steuern und Rücklagenbildung auf 12,02 Mio. € (alte Prognose: 14,36 Mio. €) nach unten an. Damit liegen wir leicht unterhalb der Prognosebandbreite der Gesellschaft und sind etwas vorsichtiger. Für das laufende Geschäftsjahr haben wir zudem einen üblichen Steueraufwand unterstellt (VJ: Steuerertrag in Höhe von 2,83 Mio. €). Zudem unterstellen wir keine weiteren Zuführungen oder Auflösungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken, weshalb wir zunächst einen Rückgang des Nachsteuerergebnisses erwarten, bevor dieses ab 2027 stark ansteigen sollte. Die Summe der diskontierten Residualerträge und des Terminal Value beträgt 331,22 Mio. € (bisher: 372,66 Mio. €). Unter Berücksichtigung der noch ausstehenden 41,40 Mio. Aktien beträgt der faire Unternehmenswert je Aktie 8,00 € (bisher: 9,00 €). Die Reduzierung des Kursziels ist einerseits der Anpassung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 geschuldet, insbesondere jedoch auf die marktgetriebene Anhebung des risikolosen Zinssatzes und damit der Eigenkapitalkosten zurückzuführen. Wir vergeben damit weiterhin das Rating „KAUFEN”. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 20260804_UmweltBank_Update Kontakt für Rückfragen: |
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