Ori­gi­nal-Re­se­arch: No­vo­genia AG (von GBC AG): Kau­fen

Ein­stu­fung von GBC AG zu No­vo­genia AG

Un­ter­neh­men: No­vo­genia AG
ISIN: DE000A3C35W0
An­lass der Stu­die: Re­se­arch­stu­die (Up­date)
Emp­feh­lung: Kau­fen
Kurs­ziel: 20,00 €
Kurs­ziel auf Sicht von: 31.12.2027
Letz­te Ra­ting­än­de­rung:
Ana­lyst: Cos­min Fil­ker, Mat­thi­as Greif­fen­ber­ger

Kern­ge­schäft wächst – ope­ra­ti­ve Ver­bes­se­rung trotz Be­las­tun­gen im Han­dels­seg­ment

Die No­vo­genia AG ver­zeich­ne­te im ers­ten Halb­jahr 2026 ei­nen Um­satz­rück­gang um 7,1 % auf 25,66 Mio. € (VJ: 27,62 Mio. €). Aus­schlag­ge­bend hier­für war die Ent­wick­lung im Han­dels­seg­ment, des­sen Um­sät­ze in­fol­ge re­gu­la­to­risch be­ding­ter Ab­satz­rück­gän­ge um 14,6 % auf rund 19,9 Mio. € (VJ: 23,3 Mio. €) zu­rück­gin­gen. Be­son­ders be­trof­fen war die Arz­nei­mit­tel­gat­tung Bio­lo­gi­ka, bei der re­gu­la­to­ri­sche Än­de­run­gen zu ei­nem er­höh­ten Preis­druck für Im­por­teu­re führ­ten. Po­si­tiv ent­wi­ckel­te sich hin­ge­gen das Kern­ge­schäft mit ge­ne­ti­schen Ana­ly­sen und dar­auf ba­sie­ren­den per­so­na­li­sier­ten Pro­duk­ten. Hier stie­gen die Um­sät­ze laut Un­ter­neh­mens­an­ga­ben um rund 20 % auf etwa 5,8 Mio. € (VJ: 4,8 Mio. €). Be­mer­kens­wert ist die­se Ent­wick­lung vor dem Hin­ter­grund der wei­ter­hin be­stehen­den Be­las­tun­gen im On­lin­ever­trieb in­fol­ge von Än­de­run­gen des Meta-Wer­be­al­go­rith­mus. Die dar­aus re­sul­tie­ren­den nied­ri­ge­ren Kon­ver­si­ons­ra­ten konn­ten durch die po­si­ti­ve Ent­wick­lung an­de­rer Ver­triebs­ka­nä­le, ins­be­son­de­re durch Apo­the­ken- und Han­dels­ko­ope­ra­tio­nen so­wie in­di­vi­du­el­le Part­ner­schaf­ten, mehr als kom­pen­siert wer­den.

Trotz des Um­satz­rück­gangs ver­bes­ser­te sich das EBIT leicht auf ‑4,68 Mio. € (VJ: ‑4,88 Mio. €). Ei­ner­seits wirk­te sich da­bei der hö­he­re An­teil mar­gen­stär­ke­rer DNA-Um­sät­ze po­si­tiv aus, wo­durch der Ma­te­ri­al­auf­wand auf 17,33 Mio. € (VJ: 20,45 Mio. €) zu­rück­ging. Zum an­de­ren wer­den zu­neh­mend die ein­ge­lei­te­ten Kos­ten­sen­kungs­maß­nah­men sicht­bar. Nach dem weit­ge­hen­den Ab­schluss der In­ves­ti­ti­ons­pha­se in die IT-In­fra­struk­tur konn­ten so­wohl ex­ter­ne Dienst­leis­ter als auch in­ter­ne Per­so­nal­ka­pa­zi­tä­ten re­du­ziert wer­den. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist, dass die ope­ra­ti­ve Ver­bes­se­rung trotz des Weg­falls ho­her Son­der­ef­fek­te er­reicht wur­de. Im Vor­jahr hat­ten Rück­stel­lungs­auf­lö­sun­gen noch mit 2,5 Mio. € zu den sons­ti­gen be­trieb­li­chen Er­trä­gen bei­getra­gen. Gleich­zei­tig ver­rin­ger­te sich das Fi­nanz­ergeb­nis auf 2,67 Mio. € (VJ: 6,99 Mio. €), so­dass das Nach­steu­er­ergeb­nis im ers­ten Halb­jahr 2026 bei ‑1,90 Mio. € (VJ: 2,11 Mio. €) lag.

Die Um­satz- und Er­geb­nis­ent­wick­lung des ers­ten Halb­jah­res 2026 lag ins­be­son­de­re auf­grund der dar­ge­stell­ten Schwä­che im Han­dels­seg­ment un­ter un­se­ren Er­war­tun­gen. Nichts­des­to­trotz gilt die mit der Ver­öf­fent­li­chung des Ge­schäfts­be­richts 2025 aus­ge­ge­be­ne Un­ter­neh­mens-Gui­dance, wo­nach für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr 2026 ein mo­de­rat stei­gen­der Um­satz er­war­tet wird. Um eine leich­te Um­satz­stei­ge­rung zu er­rei­chen, muss die Ge­sell­schaft im zwei­ten Halb­jahr Um­satz­er­lö­se in Höhe von min­des­tens rund 29 Mio. € (2. HJ 2025: 26,69 Mio. €) er­wirt­schaf­ten.

Die er­for­der­li­che Um­satz­stei­ge­rung ge­gen­über dem ers­ten Halb­jahr soll­te zum ei­nen durch eine spür­ba­re Be­le­bung im Han­dels­seg­ment er­reicht wer­den. Nach dem re­gu­la­to­risch be­ding­ten Rück­gang im ers­ten Halb­jahr zei­gen die bis Au­gust vor­lie­gen­den Um­satz­zah­len laut Un­ter­neh­mens­an­ga­ben wie­der ei­nen deut­lich freund­li­che­ren Trend. Un­ter­stüt­zend sol­len die be­reits ein­ge­lei­te­ten Ge­gen­maß­nah­men wir­ken, dar­un­ter die Er­wei­te­rung des Pro­dukt­an­ge­bots und die Er­schlie­ßung neu­er Ge­schäfts­fel­der. Der Vor­stand geht da­her für das zwei­te Halb­jahr von ei­ner deut­lich sta­bi­le­ren Ent­wick­lung des Han­dels­ge­schäfts aus. Par­al­lel dazu soll­te sich die po­si­ti­ve Ent­wick­lung im Kern­ge­schäft fort­set­zen. Un­ter­stüt­zend wir­ken da­bei ins­be­son­de­re die gut lau­fen­den, we­ni­ger on­line­ab­hän­gi­gen Ver­triebs­ka­nä­le wie Apo­the­ken- und Han­dels-Ko­ope­ra­tio­nen so­wie der Ver­trieb über ein­zel­ne Part­ner. Be­las­tend bleibt da­ge­gen wei­ter­hin die Ent­wick­lung im On­lin­ever­trieb. Zwar bil­den sich die durch Än­de­run­gen des Meta-Wer­be­al­go­rith­mus ver­ur­sach­ten Ein­schrän­kun­gen suk­zes­si­ve zu­rück, laut Un­ter­neh­mens­an­ga­ben ver­läuft die Er­ho­lung je­doch lang­sa­mer als er­hofft.

Vor dem Hin­ter­grund der schwä­che­ren Ent­wick­lung im Han­dels­seg­ment ha­ben wir un­se­re Um­satz­pro­gno­se für 2026 auf 56,51 Mio.€ (bis­her: 58,60 Mio. €) re­du­ziert. Wir er­war­ten ein EBIT von ‑5,15 Mio. €. Auf­grund des po­si­ti­ven Fi­nanz­ergeb­nis­ses im ers­ten Halb­jahr ha­ben wir un­se­re Pro­gno­se für das Nach­steu­er­ergeb­nis da­ge­gen auf ‑1,52 Mio. € (bis­her: ‑3,21 Mio. €) an­ge­ho­ben. Für das Jahr 2027 be­las­sen wir un­se­re Um­satz­pro­gno­se bei 70,95 Mio. € un­ver­än­dert und rech­nen mit ei­nem EBIT von 1,26 Mio. €. Da­mit soll­te der ope­ra­ti­ve Break-even über­schrit­ten wer­den. Mit­tel­fris­tig ge­hen wir ins­be­son­de­re auf­grund der er­war­te­ten hö­he­ren Wachs­tums­dy­na­mik des DNA-Ge­schäfts von ei­ner deut­li­chen Ska­lie­rung aus. Auf­grund ei­ner kon­ser­va­ti­ve­ren Vor­ge­hens­wei­se re­du­zie­ren wir je­doch un­se­re mit­tel­fris­ti­gen Um­satz- und Er­geb­nis­pro­gno­sen.

Im Rah­men des DCF-Be­wer­tungs­mo­dells ha­ben wir ei­nen fai­ren Un­ter­neh­mens­wert von 20,00 € (bis­her: 24,75 €) je Ak­tie er­mit­telt. Die Kurs­ziel­re­duk­ti­on ist ei­ner­seits eine Fol­ge der er­folg­ten Pro­gno­se­an­pas­sun­gen. An­de­rer­seits hat­ten die als Re­sul­tat des an­ge­ho­be­nen ri­si­ko­lo­sen Zins­sat­zes er­höh­ten Ka­pi­tal­kos­ten eben­falls ei­nen kurs­ziel­min­dern­den Ef­fekt. Wir ver­ge­ben wei­ter­hin das Ra­ting „KAUFEN“.

Die voll­stän­di­ge Ana­ly­se kön­nen Sie hier down­loa­den: 20261008_Novogenia_Update

Kon­takt für Rück­fra­gen:
GBC AG
Hal­der­stras­se 27
86150 Augs­burg
0821⁄241133 0
research@​gbc-​ag.​de
++++++++++++++++
Of­fen­le­gung mög­li­cher In­ter­es­sens­kon­flik­te nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben ana­ly­sier­ten Un­ter­neh­men ist fol­gen­der mög­li­cher In­ter­es­sen­kon­flikt ge­ge­ben: (5a,11); Ei­nen Ka­ta­log mög­li­cher In­ter­es­sen­kon­flik­te fin­den Sie un­ter: https://​www​.gbc​-ag​.de/de​/Offenlegung

Hin­weis zu Is­suer-Spon­so­red Re­se­arch: Vor­lie­gen­de Re­se­arch­stu­die ist Is­suer-Spon­so­red Re­se­arch und wur­de in Über­ein­stim­mung mit dem EU-Ver­hal­tens­ko­dex (EU Code of Con­duct) für Is­suer-Spon­so­red Re­se­arch er­stellt.
+++++++++++++++
Da­tum und Zeit­punkt der Fer­tig­stel­lung der Stu­die: 08.10.2026 (08​:43 Uhr)
Da­tum und Zeit­punkt der ers­ten Wei­ter­ga­be: 08.10.2026 (10​:30 Uhr)

Kon­takt

Stu­di­en

GBC AG
Hal­der­stra­ße 27
86150 Augs­burg

Te­le­fon: +49 821 241133–0
E‑mail: office(@)gbc-ag.de