Ori­gi­nal-Re­se­arch: Deut­sche Grund­stuecks­auk­tio­nen AG (von GBC AG): Kau­fen

Re­se­arch | 17 Sep­tem­ber 2026 11:30

Ori­gi­nal-Re­se­arch: Deut­sche Grund­stücks­auk­tio­nen AG – von GBC AG

17.09.2026 / 11:30 CET/CEST
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Ein­stu­fung von GBC AG zu Deut­sche Grund­stücks­auk­tio­nen AG

Un­ter­neh­men: Deut­sche Grund­stücks­auk­tio­nen AG
ISIN: DE0005533400
An­lass der Stu­die: Re­se­arch Note
Emp­feh­lung: Kau­fen
Kurs­ziel: 12,60 EUR
Kurs­ziel auf Sicht von: 31.12.2027
Letz­te Ra­ting­än­de­rung:
Ana­lyst: Mat­thi­as Greif­fen­ber­ger, Cos­min Fil­ker

Re­kord­ho­her Nach­ver­kauf ver­bes­sert die Aus­gangs­la­ge für das zwei­te Halb­jahr

Die DGA-Grup­pe hat im ers­ten Halb­jahr 2026 bei ei­nem nur mo­de­rat rück­läu­fi­gen Ob­jekt­um­satz eine deut­lich schwä­che­re Er­geb­nis­ent­wick­lung ver­zeich­net. Der Ob­jekt­um­satz sank um 3,7 % auf 36,1 Mio. €, wäh­rend die be­rei­nig­ten Net­to­ein­nah­men we­gen des Trans­ak­ti­ons- und Pro­vi­si­ons­mi­xes um 7,5 % auf 3,55 Mio. € zu­rück­gin­gen. Zu­gleich be­las­te­ten hö­he­re Per­so­nal- und sons­ti­ge be­trieb­li­che Auf­wen­dun­gen. Das Net­to-Er­geb­nis ver­rin­ger­te sich auf ‑0,37 Mio. € nach ‑0,04 Mio. € im Vor­jahr.

Die ope­ra­ti­ve Aus­gangs­la­ge für das zwei­te Halb­jahr ist bes­ser, als das Halb­jah­res­er­geb­nis ver­mu­ten lässt. Bis zur Ver­öf­fent­li­chung des Halb­jah­res­be­richts wur­den aus den Auk­tio­nen des ers­ten Halb­jah­res 19 Ob­jek­te mit ei­nem Vo­lu­men von rund 4,7 Mio. € nach­ver­kauft. Dar­aus ent­stan­den be­rei­nig­te Net­to­ein­nah­men von mehr als 0,33 Mio. €. Nach An­ga­ben des Ma­nage­ments be­fin­den sich wei­te­re Nach­ver­käu­fe mit ei­nem Ob­jekt­vo­lu­men von rund 2,0 Mio. € vor dem Ab­schluss oder der Ver­bu­chung. Die Nach­fra­ge ist da­mit vor­han­den, be­nö­tigt we­gen län­ge­rer Fi­nan­zie­rungs- und Struk­tu­rie­rungs­pro­zes­se aber mehr Zeit bis zur Be­ur­kun­dung.

Vor dem Hin­ter­grund der schwä­che­ren Er­geb­nis­ent­wick­lung im ers­ten Halb­jahr 2026 ha­ben wir ins­be­son­de­re un­se­re kurz­fris­ti­gen Pro­gno­sen re­du­ziert. Die grund­sätz­lich er­war­te­te Er­ho­lung des Auk­ti­ons­ge­schäfts bleibt je­doch be­stehen. Für 2026 rech­nen wir un­ver­än­dert mit ei­nem Ob­jekt­um­satz von 87,00 Mio. € nach 90,88 Mio. € im Ge­schäfts­jahr 2025. Der er­war­te­te Rück­gang um 4,3 % be­rück­sich­tigt das bis­lang ge­rin­ge­re Vo­lu­men grö­ße­rer Ein­zel­trans­ak­tio­nen so­wie die wei­ter­hin ver­län­ger­ten Fi­nan­zie­rungs- und Ab­wick­lungs­pro­zes­se.

Un­se­re Pro­gno­se der be­rei­nig­ten Net­to­ein­nah­men re­du­zie­ren wir für 2026 von bis­lang 9,30 Mio. € auf 8,50 Mio. €. Ge­gen­über dem Vor­jah­res­wert von 8,05 Mio. € ent­spricht dies den­noch ei­nem An­stieg um 5,6 %. Die Re­la­ti­on der be­rei­nig­ten Net­to­ein­nah­men zum Ob­jekt­um­satz soll­te sich da­mit auf rund 9,8 % nach 8,9 % im Ge­schäfts­jahr 2025 ver­bes­sern, bleibt je­doch un­ter un­se­rer bis­he­ri­gen An­nah­me von 10,7 %. Da­mit tra­gen wir dem im ers­ten Halb­jahr schwä­che­ren Ob­jekt- und Pro­vi­si­ons­mix Rech­nung.

Auch die Er­geb­nis­pro­gno­sen ha­ben wir re­du­ziert. Für 2026 er­war­ten wir nun ein EBITDA von 0,31 Mio. € nach ‑0,28 Mio. € im Vor­jahr und an­stel­le der bis­lang pro­gnos­ti­zier­ten 0,82 Mio. €. Beim Jah­res­über­schuss rech­nen wir mit 0,19 Mio. € nach ‑0,29 Mio. € im Ge­schäfts­jahr 2025 und an­stel­le der bis­he­ri­gen Pro­gno­se von 0,54 Mio. €. Der star­ke Nach­ver­kauf soll­te die Rück­kehr in die Ge­winn­zo­ne er­mög­li­chen. Auf­grund des Halb­jah­res­ver­lusts und der zeit­ver­zö­ger­ten Wir­kung der Kos­ten­sen­kun­gen bleibt der Er­geb­nis­puf­fer je­doch be­grenzt.

Für 2027 er­war­ten wir eine deut­lich stär­ke­re ope­ra­ti­ve Er­ho­lung. Der Ob­jekt­um­satz soll­te auf 106,00 Mio. € nach 87,00 Mio. € im Jahr 2026 stei­gen. Bei ei­ner Nor­ma­li­sie­rung des Pro­vi­si­ons­mi­xes pro­gnos­ti­zie­ren wir be­rei­nig­te Net­to­ein­nah­men von 11,00 Mio. € nach 8,50 Mio. € und ge­gen­über bis­lang er­war­te­ten 11,30 Mio. €. Das EBITDA soll­te auf­grund der Ska­lier­bar­keit des Ge­schäfts­mo­dells über­pro­por­tio­nal auf 1,50 Mio. € nach 0,31 Mio. € stei­gen. Zu­vor hat­ten wir ein EBITDA von 1,77 Mio. € er­war­tet.

Für 2028 un­ter­stel­len wir eine Fort­set­zung der Nor­ma­li­sie­rung. Der Ob­jekt­um­satz soll­te auf 115,00 Mio. € nach 106,00 Mio. € im Jahr 2027 und die be­rei­nig­ten Net­to­ein­nah­men auf 12,00 Mio. € nach 11,00 Mio. € stei­gen. Das EBITDA er­war­ten wir bei 2,48 Mio. € nach 1,50 Mio. €, wo­durch sich die EBIT­DA-Mar­ge auf rund 20,7 % nach 13,6 % er­hö­hen soll­te. Da­mit lie­gen un­se­re lang­fris­ti­gen Schät­zun­gen nur leicht un­ter den bis­he­ri­gen Pro­gno­sen von 12,30 Mio. € bei den be­rei­nig­ten Net­to­ein­nah­men, 2,55 Mio. € beim EBITDA und 1,71 Mio. € beim Jah­res­über­schuss. Die Pro­gno­se­an­pas­sung bil­det so­mit vor al­lem eine lang­sa­me­re Er­ho­lung in den Jah­ren 2026 und 2027 ab, wäh­rend wir die lang­fris­ti­ge Ska­lier­bar­keit des Ge­schäfts­mo­dells wei­ter­hin als in­takt an­se­hen.

Die voll­stän­di­ge Ana­ly­se kön­nen Sie hier down­loa­den: 20260917_DGA_Update

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Fer­tig­stel­lung: 17.09.2026 (10:00 Uhr)
Ers­te Wei­ter­ga­be: 17.09.2026 (11:30 Uhr)

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