Ori­gi­nal-Re­se­arch: MS In­dus­trie AG (von GBC AG): Kau­fen

Re­se­arch | 18 Mai 2026 14:00

Ori­gi­nal-Re­se­arch: MS In­dus­trie AG – von GBC AG

18.05.2026 / 14:00 CET/CEST
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Ein­stu­fung von GBC AG zu MS In­dus­trie AG

Un­ter­neh­men: MS In­dus­trie AG
ISIN: DE0005855183
An­lass der Stu­die: Re­se­arch­stu­die (Anno)
Emp­feh­lung: Kau­fen
Kurs­ziel: 2,50 EUR
Kurs­ziel auf Sicht von: 31.12.2026
Letz­te Ra­ting­än­de­rung:
Ana­lyst: Cos­min Fil­ker, Mat­thi­as Greif­fen­ber­ger

Nach Weg­fall von Son­der­ef­fek­ten deut­li­che Er­geb­nis­ver­bes­se­rung er­war­tet; Ra­ting und Kurs­ziel un­ver­än­dert

Wie kom­mu­ni­ziert und er­war­tet, muss­te die MS In­dus­trie AG im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr 2025 ei­nen Um­satz­rück­gang auf 144,60 Mio. € (VJ: 171,15 Mio. €) hin­neh­men. Für die­se Ent­wick­lung war der Weg­fall der im Jahr 2024 mehr­heit­lich ver­äu­ßer­ten Ul­tra­schall­s­par­te we­sent­lich, die im Ge­schäfts­jahr 2024 noch Um­satz­er­lö­se in Höhe von 30,78 Mio. € bei­gesteu­ert hat­te. Be­rei­nigt um die­sen Ef­fekt ver­zeich­ne­te die Ge­sell­schaft ei­nen leich­ten An­stieg der Um­sät­ze in den fort­ge­führ­ten Be­rei­chen um 3,0 %. Po­si­tiv her­vor­zu­he­ben ist da­bei der Um­stand, dass die Um­satz­stei­ge­rung vor dem Hin­ter­grund des wei­ter­hin her­aus­for­dern­den Markt­um­felds er­zielt wur­de. Die bei­den Schlüs­sel­kun­den der Ge­sell­schaft aus dem Au­to­mo­ti­ve-Be­reich wa­ren da­bei ei­ner­seits von ei­ner sta­bi­len Ent­wick­lung (Daim­ler Truck) bzw. an­de­rer­seits von ei­ner rück­läu­fi­gen Ent­wick­lung (Tra­ton) der Ab­satz­zah­len ge­prägt.

Ent­spre­chend der rück­läu­fi­gen Um­satz­ent­wick­lung sank das EBITDA auf 3,98 Mio. € (VJ: 7,51 Mio. €). Be­rei­nigt um den Er­geb­nis­bei­trag der Ul­tra­schall-Toch­ter hät­te das EBITDA des Vor­jah­res 4,79 Mio. € be­tra­gen, so­dass der Rück­gang deut­lich ge­rin­ger aus­fällt. Die­se Ent­wick­lung war in ers­ter Li­nie von au­ßer­or­dent­li­chen Ef­fek­ten ge­prägt. So be­las­te­ten An­lauf­kos­ten des neu­en Stand­orts in den USA das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis um 1,7 Mio. €. Dar­über hin­aus hat­ten Wech­sel­kurs­ef­fek­te ei­nen er­geb­nis­be­las­ten­den Ef­fekt in Höhe von ins­ge­samt 1,11 Mio. € (im Vor­jahr gab es ei­nen er­geb­nis­er­hö­hen­den Ef­fekt in Höhe von 0,92 Mio. €). Un­ter­halb des EBITDA be­las­te­ten Ab­schrei­bun­gen auf Fi­nanz­an­la­gen in Höhe von 0,6 Mio. € so­wie ein ne­ga­ti­ves At-Equi­ty-Er­geb­nis in Höhe von 0,7 Mio. € das Fi­nanz­ergeb­nis zu­sätz­lich. In Sum­me weist die MS In­dus­trie AG für das Ge­schäfts­jahr 2025 dem­nach ein ne­ga­ti­ves Nach­steu­er­ergeb­nis in Höhe von ‑5,30 Mio. € (VJ: ‑3,90 Mio. €) aus.

Die mehr­heit­li­che Ver­äu­ße­rung der Ul­tra­schall-Toch­ter hat die bi­lan­zi­el­le Si­tua­ti­on der MS In­dus­trie AG er­heb­lich ver­bes­sert. Der Li­qui­di­täts­zu­fluss in Höhe von 34,88 Mio. € wur­de vor­der­grün­dig zur Rück­füh­rung von Bank­ver­bind­lich­kei­ten ge­nutzt, wo­durch sich die Net­to­fi­nanz­ver­schul­dung der­zeit auf 24,01 Mio. € be­läuft, was we­ni­ger als der Hälf­te des Ei­gen­ka­pi­tals (54,75 Mio. €) ent­spricht. Der ver­bes­ser­te fi­nan­zi­el­le Spiel­raum wur­de nach dem Bi­lanz­stich­tag für den Er­werb der Be­triebs­im­mo­bi­lie der MS XTEC in Tros­sin­gen ge­nutzt. Der Kauf­preis von rund 20 Mio. € wur­de zu 17 Mio. € durch Bank­ver­bind­lich­kei­ten fi­nan­ziert. Durch den Ob­jekt­er­werb re­du­zie­ren sich die jähr­li­chen Miet­auf­wen­dun­gen um 2,6 Mio. €, was zu ei­ner spür­ba­ren Ver­bes­se­rung des ope­ra­ti­ven Er­geb­nis­ses füh­ren wird.

Das Ma­nage­ment der MS In­dus­trie AG er­war­tet für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr eine Stei­ge­rung der Um­satz­er­lö­se um 7,0 % auf rund 155 Mio. €. Gleich­zei­tig sol­len bei al­len Er­geb­nis­kenn­zah­len spür­ba­re Ver­bes­se­run­gen er­zielt wer­den. Da die bei­den Schlüs­sel­kun­den der Ge­sell­schaft Ab­satz­stei­ge­run­gen von 6,3 % bzw. 7,0 % er­war­ten und die Ge­sell­schaft der­zeit Bran­chen au­ßer­halb des Au­to­mo­ti­ve-Seg­ments adres­siert, ist die Un­ter­neh­mens-Gui­dance nach­voll­zieh­bar. Der Weg­fall von Son­der­ef­fek­ten, ge­paart mit Vo­lu­men- und Au­to­ma­ti­sie­rungs­ef­fek­ten, soll­te zu ei­ner deut­li­chen Er­geb­nis­ver­bes­se­rung füh­ren. Dies ha­ben wir in un­se­ren Pro­gno­sen be­rück­sich­tigt, wo­nach wir für die kom­men­den Ge­schäfts­jah­re ein na­he­zu kon­stan­tes Um­satz­wachs­tum bei ei­ner spür­ba­ren ope­ra­ti­ven Er­geb­nis­ver­bes­se­rung er­war­ten.

Im Rah­men un­se­res DCF-Mo­dells ha­ben wir ein un­ver­än­der­tes Kurs­ziel in Höhe von 2,50 € je Ak­tie er­mit­telt. Wir ver­ge­ben da­mit wei­ter­hin das Ra­ting KAUFEN.

Die voll­stän­di­ge Ana­ly­se kön­nen Sie hier down­loa­den: 20260518_MS_Anno

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Of­fen­le­gung mög­li­cher In­ter­es­sens­kon­flik­te nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben ana­ly­sier­ten Un­ter­neh­men ist fol­gen­der mög­li­cher
In­ter­es­sen­kon­flikt ge­ge­ben: (5a,7,11); Ei­nen Ka­ta­log mög­li­cher
In­ter­es­sen­kon­flik­te fin­den Sie un­ter:
https://​www​.gbc​-ag​.de/​d​e​/​O​f​f​e​n​l​e​g​ung
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Da­tum und Zeit­punkt der Fer­tig­stel­lung der Stu­die: 18.05.2026 (10:51 Uhr)
Da­tum und Zeit­punkt der ers­ten Wei­ter­ga­be: 18.05.2026 (14:00 Uhr)

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